|
4 Schülerinnen der Wendelsteiner Musikpädagogin Petra Menzl (Klavier, Blockflöte, Blockflötenorchester und Musikgarten) nahmen am diesjährigen Regionalwettbewerb “Jugend musiziert” in Nürnberg teil. Sie starteten in der Kategorie Bläserensemble – gleiche Besetzung (Blockflöte) in der Altersgruppe II (Durchschnittsalter 10-11 Jahre) und erreichten hier einen 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb in Bamberg. Wie soll man das noch toppen? Man will sich ja jetzt nicht mehr blamieren. Und woher jetzt neue Üb-Motivation mit alten Stücken nehmen? Also: die Jury des Regionalwettbewerbes gab uns mit auf den Weg: Show, Show, Show… Aber wie viel soll man riskieren? Okay. Um den Landeswettbewerb in Bamberg für uns, die Jury und das öffentliche Publikum noch attraktiver zu gestalten, greifen wir zu riskanten und witzigen Maßnahmen: In unserem Barockstück besetzen wir um und verwenden noch größere Flöten (Tenor, Tenor, Bass und Großbass). Unser zeitgenössisches Stück bekommt eine kleine Choreografie und wir lassen uns 4 gleiche T-Shirts drucken: vorne und hinten mit einem Nashorn drauf, so, wie eben unser modernes Stück heißt: Nashorntanz für 4 Sopranblockflöten und Bodypercussion.
Unser 1. Test ist das Preisträgerkonzert des Regionalwettbewerbes in der kleinen Meistersingerhalle in Nürnberg. Die Zeit bis dahin war natürlich kurz, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir müssen aber noch weiter daran feilen.
Am letzten Schultag vor den Osterferien ist es dann soweit: Als alle anderen in die Schule gehen (wir bekamen natürlich mit vielen guten Wünschen alle eine Schulbefreiung), treffen wir uns zu unserer letzten Probe: Durchlauf, Besprechung des Tages, Abfahrt. In Bamberg sich bis zum Wettbewerbsort durchsuchen, anmelden, warten, umziehen, aufbauen, einspielen und ein letztes Mal vor dem Wertungszimmer warten …: „Christina, Dorothee, Eva, Lisa, jetzt kommt euer Wertungsspiel.“ Ein letztes freundliches Nicken der Jury und los geht’s. Wird alles klappen? Nach 10 Minuten ist alles vorbei. Es lief prima. Aber wie waren die anderen? Viel besser? Ein bisschen besser? Konnten wir vielleicht sogar jemand hinter uns lassen? Schließlich sind es 16 teilnehmende Ensembles! Endlich: 3 Stunden später die Ergebnisbekanntgabe: wir konnten tatsächlich einen 2. Preis im Landeswettbewerb “Jugend musiziert” erspielen. Sensationell! Riesig! Wahnsinn! Das tut gut, nach dem monatelangen Üben und Proben.
Und nun? … Nun geht’s weiter zum nächsten Projekt: wir wollen nämlich mit unserem Blockflötenorchester eine CD einspielen: der kleine Bär - ein musikalisches Märchen von Johannes Bornmann.
|